Archiv fürBier

Hangover

Jäh sticht es mich, wie tausend Messer,
Ein Schmerz wie eine Explosion,
Aufwachen war schon einmal besser,
Die Nacht durchzecht, das ist der Lohn!

Das Auge rot, grausam verquollen,
Ein Hamsterpelz bedeckt die Zunge,
Der Kopf scheint explodiern zu wollen,
Man spürt den Teer auf seiner Lunge.

Die Feier war zwar grandios,
Der Kopfschmerz ist es leider auch!
Am Abend geht es wieder los,
Gefeiert wird, das ist der Brauch!

Bier!

Bier! Was kann es schön’res geben
Als ein Schluck zur rechten Zeit?
Nach Feierabend einen heben.
Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Das Reinheitsgebot

Der braunen Flasche, gut gekühlt,
Entströmt das leuchtend-goldne Naß,
Ergießt sich schäumend in das Glas,
Das sich mit einem Rauschen füllt.

Schnell rinnt es feucht die Kehle runter,
Den Mund benetzt Ambrosia,
Der Geschmack, so wunderbar,
Macht selbst Verzagte wieder munter.

Hopfen, Hefe, Wasser, Malz,
Und nichts andres, keinesfalls,
Vereinen sich zum güldnen Fluß.

Bernsteinfarbenes Gedicht,
In dem sich sanft die Sonne bricht,
Ein Hoch auf diesen Hochgenuß!