Archiv fürGedanken

Der Preiß an sich

Bricht die Wiesn wieder aus,
gleicht München einem Irrenhaus,
Jeder Preiß steigt in den Zug,
Als wären hier nicht schon genug!

Jeder geht zum Angermeier,
Sagt: „Oa Leadahoase, nischt zu teier!“
Der Verkäufer grinst übers Gsicht,
Denn Dialekt ist das nun nicht!

Der Preiß an sich versucht sich oft,
Am Dialekt, wobei er hofft,
Dass er die Silben richtig trifft,
Versucht’s in Wort und auch in Schrift.

Leider lernt der Preiß es nie,
Denn nur in seiner Phantasie
Hat er den richtigen Dreh raus
Und spricht das Bairisch richtig aus.

Drum kommt nun endlich die Moral:
Es ist nicht wirklich ideal,
Wenn der Preiß „bairisch“ spricht.
Er kann es nicht und lernt es nicht!

Die Lunge

Die Lunge ist ein komisches Organ,
Luft strömt hinein und Luft strömt auch hinaus,
So geht das immer fort, tagein, tagaus,
Mehr gibt es nicht, was eine Lunge kann!

Man fragt sich daher, ob die Existenz
Der Lunge überhaupt berechtigt ist,
Ob Ihr Fehlen wohl jemand vermisst?
Was wär der Ausgang des Experiments?

Der Mensch, er hätte keinen eig’nen Klang,
Weder Sprache noch schönen Gesang,
Der Mund, er braucht die Lunge, wenn er ruft!

Dem Herzen schickt die Lunge das O2,
Und ohne das wär’s Leben schnell vorbei!
Es ist daher viel mehr als heiße Luft!

erst nie gehört, und dann andauernd?

Oft hört man einen Begriff nie, und dann taucht er plötzlich mehrmals auf. Schon komisch.

Mir ist es beispielsweise so gegangen, als Diablo erschienen ist. Da gibt es einen Gegner, der The Butcher heisst.

Am selben Tag hörte ich von einem Film, der The Butcher’s Wife heisst.

Und damit noch nicht genug, im Fernsehen kam eine Reportage über einen britischen Luftmarschall namens Arthur Harris. Und wie wurde dieser mit Spitznamen genannt?

Schon erraten? Richtig: Butcher Harris.

Arbeit

Wer bei der Arbeit friert und beim Essen schwitzt, der ist gesund!

Warten

Nur langsam rinnen die Sekunden,
Die Zeit, warum vergeht sie nicht?

Wer hat das Warten nur erfunden?
Wer es auch war, ich mag ihn nicht!

Die Frauen

Es birgt die scheußlichsten Gefahren,
Wenn sich ein Mann an Frauen bindet,
Er kann sein Leben kaum bewahren,
Bis ihn das Elend schließlich findet!

Schon Romeo – das war kein Schlimmer -
Fand durch die Frauen sein Verderben,
Denn Julias List erfuhr er nimmer,
Drum musste er so jung schon sterben.

Auch Siegfried einst, der tapf’re Recke,
Nur durch sein Weib kam er ins Grab,
Ein andrer Mann, verführt zum Zwecke,
Der stach den Helden rücklings ab.

Helene hat, so wird berichtet,
Die Männer so zum Spaß betört.
Ein Krieg, der war schnell angerichtet,
Und Troja wurde ganz zerstört.

Rapunzel ließ ihr Haar herunter
Und schrie, als wäre sie in Not.
Ein Ritter kam zur Rettung, munter,
Die Hexe stieß ihn in den Tod!

Bei doch so vielen schlimmen Frauen
Mag man fast sagen: „Ich lass das!“,
Und doch sag ich, ganz im Vertrauen:
„Hauptsache ist doch, es macht Spaß!“

Dietel, Gintzel, Kniesel – oder – gesucht und gefunden

Man könnte es glatt für einen Scherz halten, aber es gibt tatsächlich einen juristischen Kommentar (zum Versammlungsrecht, Link zum Verlag ) von drei Autoren namens:
- Alfred Dietel
- Kurt Gintzel
- Michael Kniesel

Da haben sich wirklich drei gesucht und gefunden.
Wer schreibt wohl den nächsten Kommentar? Tick, Trick und Track?