Archiv fürnachdenkliches

Die Lunge

Die Lunge ist ein komisches Organ,
Luft strömt hinein und Luft strömt auch hinaus,
So geht das immer fort, tagein, tagaus,
Mehr gibt es nicht, was eine Lunge kann!

Man fragt sich daher, ob die Existenz
Der Lunge überhaupt berechtigt ist,
Ob Ihr Fehlen wohl jemand vermisst?
Was wär der Ausgang des Experiments?

Der Mensch, er hätte keinen eig’nen Klang,
Weder Sprache noch schönen Gesang,
Der Mund, er braucht die Lunge, wenn er ruft!

Dem Herzen schickt die Lunge das O2,
Und ohne das wär’s Leben schnell vorbei!
Es ist daher viel mehr als heiße Luft!

Gedicht

Ein Gedicht ist furchtbar wichtig,
Ein Gedicht sagt etwas aus!
Macht man es aber nicht richtig,
So ist es einfach nur ein Graus!

Warten

Nur langsam rinnen die Sekunden,
Die Zeit, warum vergeht sie nicht?

Wer hat das Warten nur erfunden?
Wer es auch war, ich mag ihn nicht!

Die Frauen

Es birgt die scheußlichsten Gefahren,
Wenn sich ein Mann an Frauen bindet,
Er kann sein Leben kaum bewahren,
Bis ihn das Elend schließlich findet!

Schon Romeo – das war kein Schlimmer -
Fand durch die Frauen sein Verderben,
Denn Julias List erfuhr er nimmer,
Drum musste er so jung schon sterben.

Auch Siegfried einst, der tapf’re Recke,
Nur durch sein Weib kam er ins Grab,
Ein andrer Mann, verführt zum Zwecke,
Der stach den Helden rücklings ab.

Helene hat, so wird berichtet,
Die Männer so zum Spaß betört.
Ein Krieg, der war schnell angerichtet,
Und Troja wurde ganz zerstört.

Rapunzel ließ ihr Haar herunter
Und schrie, als wäre sie in Not.
Ein Ritter kam zur Rettung, munter,
Die Hexe stieß ihn in den Tod!

Bei doch so vielen schlimmen Frauen
Mag man fast sagen: „Ich lass das!“,
Und doch sag ich, ganz im Vertrauen:
„Hauptsache ist doch, es macht Spaß!“

Das Internet

Neue Technik Internet,
Für Jung und Alt schnell zu kapieren,
Kein Knabe geht heut mehr ins Bett
Vor dem e-mail – kontrollieren

So wirft man schnell die Kiste an,
Das Ding braucht eine Ewigkeit,
Bis man dann erst ins Netz rein kann,
Braucht es dann gleich noch einmal Zeit.

Dann gibt es Fehler, haufenweise,
In Runtime-Sonstwas.dll
Ich denke mir, das ist doch Scheiße,
Drum ist mein Rechner auch so schnell!!

So drücke man nun schnell die Tasten
Zum raschen Neustart, aber fix,
Doch er piepst nur, der dumme Kasten
Als sagte er: Das wird wohl nix!

Und die Moral von der Geschicht,
Kauft euch Papier, schreibt ein Gedicht!

Musik

Was kann es denn noch schön’res geben
Als Musik? Ich weiß es nicht.
Man soll das ganze Leben streben
Nach schönen Klängen wie nach Licht.

Gerade nachts, wenn sich das Treiben
Des Tages legt, der Lärm verschwindet,
Dann lass ich einfach alles bleiben
Und hör, wie sich mein Herz befindet.

Es ist nicht möglich, zu bestimmen,
Wozu die Laune einen drängt,
Wie man nach einem schlimmen
Tag sich selber gute Stimmung schenkt.

Ganz leise fängt es an zu summen,
Ein Saxophon spielt traurig moll,
Der letzte Lärm ist am verstummen,
Das Herz ist mit Musik ganz voll.

Wie soll man nur in Worte fassen,
Was einem das Gemüt erfüllt?
Hier kann das schönste Wort nicht passen,
Die Wahrheit bleibt doch stets verhüllt.

Ein schönes Lied gleicht einem Schauer,
Der in der Dämmerung ganz zart
Rosen benetzt, nur kurz an Dauer,
Unendlich wundervoll in seiner Art.

Morgen in den Alpen

Ein Schimmer, ja, es bricht der Tag
Hier in den Alpen an.
Ein Narr, wer jetzt noch schlafen mag,
Es macht sich auf, wer wandern kann.

Noch ist die Luft leicht, kühl und klar,
Und sie rauscht leise durch die Wipfel,
ein Vogel singt, laut, wunderbar,
Der Wand’rer strebt hinauf zum Gipfel.

Wenn man dann in die Höhen eilt,
Fernab der Zivilisation,
Wo man die Welt mit niemand teilt,
So ist das fast der Himmel schon.

Das Buffet

Selbstbedienung leicht gemacht,
Der Tisch so voll, dass es schon kracht,
Es lacht dem Gast das Hauptgericht
Voller Freude ins Gesicht.

Zuerst muss er sich jedoch plagen,
Sich durch die Vorspeisen zu schlagen!
Hat er danach noch etwas Kraft,
Wird Nachspeise herangeschafft!

Zum Schluss ist man dann recht frustriert,
Man hat nur einen Teil probiert.
Es gibt noch vieles, was man mag,
Und das gibt es am nächsten Tag.

Herbst

Die Blaetter fallen von den Baeumen,
Nun beginnt die Nebelzeit.
Noch ist noch mal Zeit zum Traeumen,
Noch ist Sonne weit und breit.

Braun verfaerben sich die Blaetter,
Stuerme wehen uns ums Haus,
Immer kaelter wird das Wetter,
Keiner moechte jetzt mehr ‘raus

Regen gibt’s und dann auch Schnee,
Wenn der Herbst dann ist vorueber,
Zugefroren ist der See,
Ach, der Herbst ist mir doch lieber.