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Kein Einvernehmen

Esther Erdmann will ein Haus
Im Rückteil ihres Grundstücks bau’n,
„Stellt ‘nen Vorbescheid mir aus,
Denn darauf kann ich vertrau’n!“

Die Gemeinde weiß nicht recht,
Sie will die Hütte einfach nicht,
Sagt zu Erdmann: „Es ist schlecht,
Wenn’s die Baulinie zerbricht.“

„Paß mal auf“, sagt die Gemeinde,
„Stell die Bauabsichten ein,
Andernfalls machst Du Dir Feinde,
Und daß muß doch echt nicht sein!“

Erdmann zittert, schäumt und bebt,
Schreit „Das kann doch echt nicht sein!“,
Bevor sie Widerspruch erhebt,
Reicht ihn bei der Regierung ein.

Die Gemeinde weiß von nix,
Jetzt nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Die Regierung handelt fix,
Und hebt den Vorbescheid gleich auf.

Sie ruft in Zeidelhausen an,
„Mensch, Gemeinde“, sagt sie gehässig,
„Jetzt ham’ wir euch am Wickel dran,
Das Vorhaben ist doch zulässig.“

Die Gemeinde ist verschnupft,
So was passiert nicht alle Tage,
Fühlt sich regelrecht gerupft,
Und hilft sich flott mit einer Klage.

Sie rennt also zu Gericht,
„Herr Richter, ich bin so verletzt,“
Sagt sie mit Tränen im Gesicht,
„Mein Einvernehmen ist ersetzt.“

Dem Richter ist der Fall ein Graus,
Er denkt sich: „Bin ich denn der Depp?“
Das kriegt auch ein Referendar raus!“
- Und feilt an seinem Handicap!

Dietel, Gintzel, Kniesel – oder – gesucht und gefunden

Man könnte es glatt für einen Scherz halten, aber es gibt tatsächlich einen juristischen Kommentar (zum Versammlungsrecht, Link zum Verlag ) von drei Autoren namens:
- Alfred Dietel
- Kurt Gintzel
- Michael Kniesel

Da haben sich wirklich drei gesucht und gefunden.
Wer schreibt wohl den nächsten Kommentar? Tick, Trick und Track?