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Die Bahn

Ob Regen, Sonne oder Schnee,
Die Bahn kommt stets zur rechten Zeit,
Bei D-Zug und beim ICE
regiert allein die Pünktlichkeit.

Nie war ein Bahnsteig mal verwaist,
Noch nie ein Anschlusszug verpasst,
Denn, wer mit der Bahn verreist,
kann ruhig sein und ohne Hast.

Kaffee

Brauchst Du etwas Koffein,
So geh zu einem Café hin,
Und sitzt Du erst einmal dort drin,
So steht nach Kaffee Dir der Sinn!

Das heiße Nass, das putscht Dich auf,
Du bist gleich wieder voll gut drauf,
Bist in der Welt stets obenauf,
Und das nur durch den Kaffee-Kauf.

Bekommst Du mal keinen Kaffee,
So ist die Welt voll „Ach“ und „Weh“,
Ein Jammertal, oh jemineh,
So fad wie das Instant-Püree.

Man braucht Kaffee, sei’s nur ein Schuss,
Denn ohne gibt es nur Verdruss,
Weil das so ist und bleiben muss,
Ist mit diesem Gedicht jetzt Schluss!

Reim dich oder sonst…

Das Leben kann schon Blüten treiben,
Man will kurz ein Gedichtlein schreiben,
Und tut dann bei einem Reim bleiben,
Auch wenn die Reime sich stark reiben,
Wie abgefahrene Bremsscheiben.

Die Lunge

Die Lunge ist ein komisches Organ,
Luft strömt hinein und Luft strömt auch hinaus,
So geht das immer fort, tagein, tagaus,
Mehr gibt es nicht, was eine Lunge kann!

Man fragt sich daher, ob die Existenz
Der Lunge überhaupt berechtigt ist,
Ob Ihr Fehlen wohl jemand vermisst?
Was wär der Ausgang des Experiments?

Der Mensch, er hätte keinen eig’nen Klang,
Weder Sprache noch schönen Gesang,
Der Mund, er braucht die Lunge, wenn er ruft!

Dem Herzen schickt die Lunge das O2,
Und ohne das wär’s Leben schnell vorbei!
Es ist daher viel mehr als heiße Luft!

Kieselerde Teil V

Lebst Du in einer Zwangs-Askese,
Half bisher nicht die beste These?
Ist eine holde Maid dein Ziel?
Auch hier hilft Kieselerde viel.

Die Dummen lernen gleich viel schneller,
Gelehrte werden immer heller,
Ob Schule, Lehre, Studium,
Um Kieselerd’ kommt keiner ‘rum

Jeder weiß, es ist sehr schade,
Schmeckt ein Essen ziemlich fade,
Doch wär’ der Koch nur leicht auf Zack,
Gäb’ Kieselerde den Geschmack.

Kein Einvernehmen

Esther Erdmann will ein Haus
Im Rückteil ihres Grundstücks bau’n,
„Stellt ‘nen Vorbescheid mir aus,
Denn darauf kann ich vertrau’n!“

Die Gemeinde weiß nicht recht,
Sie will die Hütte einfach nicht,
Sagt zu Erdmann: „Es ist schlecht,
Wenn’s die Baulinie zerbricht.“

„Paß mal auf“, sagt die Gemeinde,
„Stell die Bauabsichten ein,
Andernfalls machst Du Dir Feinde,
Und daß muß doch echt nicht sein!“

Erdmann zittert, schäumt und bebt,
Schreit „Das kann doch echt nicht sein!“,
Bevor sie Widerspruch erhebt,
Reicht ihn bei der Regierung ein.

Die Gemeinde weiß von nix,
Jetzt nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Die Regierung handelt fix,
Und hebt den Vorbescheid gleich auf.

Sie ruft in Zeidelhausen an,
„Mensch, Gemeinde“, sagt sie gehässig,
„Jetzt ham’ wir euch am Wickel dran,
Das Vorhaben ist doch zulässig.“

Die Gemeinde ist verschnupft,
So was passiert nicht alle Tage,
Fühlt sich regelrecht gerupft,
Und hilft sich flott mit einer Klage.

Sie rennt also zu Gericht,
„Herr Richter, ich bin so verletzt,“
Sagt sie mit Tränen im Gesicht,
„Mein Einvernehmen ist ersetzt.“

Dem Richter ist der Fall ein Graus,
Er denkt sich: „Bin ich denn der Depp?“
Das kriegt auch ein Referendar raus!“
- Und feilt an seinem Handicap!

erst nie gehört, und dann andauernd?

Oft hört man einen Begriff nie, und dann taucht er plötzlich mehrmals auf. Schon komisch.

Mir ist es beispielsweise so gegangen, als Diablo erschienen ist. Da gibt es einen Gegner, der The Butcher heisst.

Am selben Tag hörte ich von einem Film, der The Butcher’s Wife heisst.

Und damit noch nicht genug, im Fernsehen kam eine Reportage über einen britischen Luftmarschall namens Arthur Harris. Und wie wurde dieser mit Spitznamen genannt?

Schon erraten? Richtig: Butcher Harris.

Gedicht

Ein Gedicht ist furchtbar wichtig,
Ein Gedicht sagt etwas aus!
Macht man es aber nicht richtig,
So ist es einfach nur ein Graus!

Katz und Maus

Sitzt die Katze auf der Mauer
und wartet dort auf eine Maus,
So ist das oft von langer Dauer,
Ist die Maus grad nicht zu Haus!